Als Chiropraktoren beschäftigen wir uns mit dem Wunder des Körpers und bringen ihn ins Gleichgewicht. Über die Wirbelsäule und andere Gelenke haben wir einen direkten Zugang zum Nervensystem und können dort die Ursache des Problems angehen.
Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Mit der Hand behandeln. Diese Behandlungsmethode wurde erstmals 1895 von dem Amerikaner D.D. Palmer in Davenport, Iowa gezielt angewandt und beschrieben.
Chiropraktoren lösen durch eine sanfte Impulsbehandlung mit den Händen Blockierungen der Wirbelsäule, des Beckens und der Extremitäten, um deren biomechanische Funktion zu gewährleisten. Der hierfür verwendete Fachbegriff lautet Justieren. Von qualifizierter Hand ausgeübt ist dies eine schmerzfreie und wirkungsvolle Behandlungsmethode.
Weltweit praktizieren heute über 70 000 Chiropraktoren und stellen nach Ärzten und Zahnärzten den drittgrößten Heilberuf der westlichen Welt dar. Im englischsprachigen Raum - besonders aber in den USA und in England - ist die Chiropraktik eine eigenständige Wissenschaft und Gesundheitsdisziplin, ähnlich anerkannt aber auch in der Schweiz und Skandinavien.
In Deutschland werden verschiedene Begriffe für Therapeuten verwendet, die sich mit der Behandlung der Wirbelsäule befassen:
Chiropraktoren haben ein fünf- bis sechsjähriges Vollzeitstudium der Chiropraktik absolviert. Der Umfang beträgt mindestens 4.200 Unterrichtsstunden gemäß internationalen Standards der WHO. Da dieser Studiengang derzeit primär an spezialisierten Hochschulen im Ausland (USA, Großbritannien, etc.) angeboten wird, bringen Chiropraktoren eine umfassende akademische Ausbildung sowie eine anschließende klinische Assistenzzeit mit.
Unter dieser Bezeichnung praktizieren in Deutschland meist Heilpraktiker, die sich im Rahmen ihrer Ausbildung auf chiropraktische Techniken spezialisiert haben. Da es kein geschützter akademischer Grad ist und es noch keine staatlich geregelte Ausbildung gibt, variiert der Umfang der Weiterbildung stark von Intensiv-Wochenenden bis zu einjährigen Modulreihen. Es gibt in Deutschland aber auch Entwicklungen für mehrjährige Ausbildungen, um eine höhere Qualität zu gewährleisten.
Dies ist eine Zusatzbezeichnung für approbierte Ärzte. Die Qualifikation wird durch eine strukturierte Weiterbildung in Manueller Medizin erworben und mit einer Prüfung vor der zuständigen Landesärztekammer abgeschlossen. Der Umfang der Weiterbildung umfasst in Deutschland meist einen 320-Stunden-Kurs.
Die grundlegenden wissenschaftlichen Prinzipien der Chiropraktik sind einfach: Unsere Gesundheit basiert auf einem optimalen Zusammenspiel zwischen dem Nervensystem, der Muskulatur und dem Skelett - speziell der Wirbelsäule. Unser wichtigstes Organ, das Nervensystem, kontrolliert und koordiniert sämtliche Funktionen im Körper: Gewebe, Organe, Hormone.
Die Natur hat das Nervensystem geschützt - das Gehirn durch den Schädel und das Rückenmark durch die Wirbelsäule. Um nun zum Schutz auch Mobilität zu ermöglichen, besteht die Wirbelsäule aus einzelnen Segmenten: den Wirbelkörpern.
Verlieren die Wirbelsäule oder einzelne Wirbel ihre Mobilität oder verändern ihre Position (Subluxation) - etwa durch Unfall, Schlag, Stoß, Unterkühlung, Streß oder einseitiges Heben oder Bewegen, so ist das durch die Wirbelsäule führende empfindliche Nervensystem in seiner Leitfähigkeit eingeschränkt. Nervenimpulse werden fehlgesteuert und Funktions- Störungen sind die Folge. Das kann bedeuten: Schmerzen der Muskulatur und des Bewegungsapparates, verminderte Widerstandskraft, Taubheit der Arme und Beine, Schwindel, Kopfschmerzen bis hin zu organischen Beschwerden wie Magendruck, Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit...
Denken Sie an eine Waage - das oben schon erwähnte ideale Zusammenspiel (Homeostase) zwischen primär dem Nervensystem, der Muskulatur und dem Skelett ist ein komplexes Gleichgewicht. Die Wiederherstellung der Beweglichkeit der Wirbelsäule und korrekten Statik des Körpers erfolgt durch gezielte chiropraktische Griffe, begleitet von nervlich-muskulärer Stimulation. Diese Maßnahmen sind auf jeden Patienten ganz individuell abgestimmt und haben nicht invasiv (gewaltsam) zu sein, noch sind sie zu verwechseln mit bloßem "Einrenken". Wir distanzieren uns ausdrücklich von diesem Begriff. Durch alleiniges Manipulieren der Wirbelsäule oder durch Unterdrückung von Symptomen mit Hilfe von Spritzen und Medikamenten wird der Körper nicht dazu bewegt, dauerhaft zu einem natürlichen Gleichgewicht zurückzukehren.
Grundsätzlich werden Sie in unserer Praxis nur als Patient angenommen, wenn wir bei der ersten Untersuchung die feste Überzeugung gewinnen, daß Chiropraktik Ihnen helfen kann.
Für die Diagnose ist zunächst einmal die Betrachtung des Körpers im Stehen, Gehen und Liegen von entscheidender Bedeutung. Fast immer können Haltungsschäden, für den Patienten häufig nicht wahrnehmbar, sowie Schmerzen und Beschwerden in bestimmten Körperregionen auf den Körper als Ganzes bezogen werden. Hinsichtlich der Auffindung der ursächlichen Zusammenhänge von Beschwerden ist dies äußerst wichtig.
Jede dieser Fehlhaltungen macht eine gewisse Aussage in Form von speziellen Merkmalen und Zeichen: zum Beispiel einseitige Muskelschwäche, Bein- oder Armverkürzung, punktuell vorhandene oder auslösbare Schmerzen.
Ergänzende chiropraktische und orthopädische Tests, sowie Röntgenaufnahmen ergeben ein Gesamtbild der oft über Jahre hinweg angesammelten Probleme. Die Symptome werden betrachtet, aber die Ursachen behandelt, und genau dies gibt der Chiropraktik ihren dynamischen Stellenwert.
Die Behandlungsmethoden werden ständig den neuesten Erkenntnissen der Bewegungsabläufe des Menschen und seiner Funktion angepasst. Nicht nur das! Wir haben während unserer fast 30jährigen Praxis vielen Menschen von jung bis alt helfen können, und sind glücklich darüber.
Dieser Leitgedanke spiegelt sich in der Untersuchung und Behandlung des Patienten wieder. Die chiropraktische Behandlung aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers auf natürliche Weise ohne Medikamente und Spritzen.
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